Gerade in den ersten Wochen haben die meisten Sternenkindeltern das sehr große Bedürfnis zu Hause eine Ecke, einen schönen Platz nur für das Sternenkind einzurichten. Man möchte gerne seine Erinnerungsstücke aufstellen und um sich haben, eine Kerze anzünden oder Blümchen an das Foto stellen. Es ist für das Akzeptieren des Verlustes sehr bedeutsam, dass nichts verdrängt wird, sondern man mit der Zeit lernt mit der Trauer zu leben. Das sichtbare Aufstellen der Erinnerungsstücke kann dabei ungemein helfen. Vielleich sind es am Anfang ganz viele kleine Gedenkecken - warum nicht? Bei mir war es so, dass im Laufe der Zeit die Anzahl der Gedenkecken zwar wieder etwas abgenommen hat, aber die Kerze nebem dem Foto von Emily brennt noch heute täglich - und so wird es auch in Zukunft bleiben. Jeder muss für sich ganz persönlich herausfinden, was, wo und wieviel aufgestellt wird. Das ist genauso individuell wie die Trauer selbst - und erlaubt ist alles, was einem gut und richtig vorkommt. Was andere darüber denken, ist nebensächlich.

 
 

Fotos und Bilder

Natürlich möchte man gerne Bilder von seinem Kind um sich haben - alle Eltern stellen stolz Bilder von ihren Kindern auf. Und wir Sternenkindeltern können unsere Kinder nicht jeden Tag sehen - wir werden sie nie wieder sehen. Da ist es doch umso verständlicher, dass man ein Bild aufstellen möchte. Leider ist dabei oft ein Problem, dass das von Mitmenschen nicht akzeptiert wird - sie finden es gruselig oder pietätlos. Manche Eltern haben auch Hemmungen, weil das Baby noch nicht "fertig" war oder das Foto (oftmals schnell in der Klinik gemacht) nicht so gelungen ist. Aber wofür gibt es Bildbearbeitungsprogramme? Oder eine andere Möglichkeit ist, das Baby von einer Künstlerin zeichnen zu lassen. Was auch immer ihr aufstellt: es ist euer Kind, es ist wunderschön und ihr habt jedes Recht der Welt in eurer Wohnung ein Bild von eurem Kind aufzustellen!

 

Kerzen / Lampen / Teelichtgläser

Ich zünde seit dem Tag, an dem ich aus dem Krankenhaus kam, jeden Tag eine Kerze neben Emilys Bild an. Für mich ist das ein ganz wichtiges Alltagsritual zum Gedenken am meine erste Tochter. Dafür eignen sich natürlich Teelichter besonders gut, aber auch (selbst)gestaltete Kerzen sind sehr schön. Ein ganz besonderes Licht macht eine Sternenkugel mit Namenszug. Abends werden die Sterne an die Wand und an die Decke geworfen - ein wunderschöner Effekt. Die Sternenkugel haben wir im Schlafzimmer und eine Lichterkette ist darin. Jeden Abend geht sie per Zeitschaltuhr von selbst an und taucht unser Schlafzimmer in sanftes Licht...

 

Engelsfiguren

Schön machen sich natürlich kleine Engel, es gibt ja unzählige, verschiedene im Handel zu kaufen. Mir gefallen ganz besonders die kleinen Engel von Willow Tree, die Gesten drücke so viel Liebe aus, finde ich.

In Emilys Ecke steht der Engel der Umarmung, ich habe auch schon den Engel der Freiheit (mit Schmetterlingen) verschenkt. Irgendwie sind sie alle schön. Eine Freundin hat ihren Engel auf das Grab gestellt, bis jetzt hält er sich gut. Die Flügelchen sind allerdings aus Draht, die werden wohl im Laufe der Zeit rosten.

Wandgestaltung

Im Schlafzimmer in der Gedenkecke haben wir ein Wandtattoo mit Emilys Namen und Daten und den Fußabdrücken! Daneben hängen natürlich Bilder und auf einem Wandboard steht ein Teelichtglas. Uns war es immer wichtig, dass uns schöne, kleine Dinge jeden Tag an unsere wunderbare Tochter erinnern...

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