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Ich glaube, allen Eltern ist der Tag der Diagnosestellung noch gut in Erinnerung. Oder zumindest der Tag, an dem man in freudiger Erwartung zum Ultraschall ging - und am Boden zerstört wieder nach Hause (denn die genaue Diagnose ist oftmals erst später stellbar). Manche Eltern erfahren beim Ultraschall oder CTG, dass das Herz des Babys nicht mehr schlägt - sozusagen plötzlich und unerwartet. Andere Eltern kommen schon mit einem schlechten Gefühl zum Arzt oder in die Klinik - aufgrund von Blutungen, Wehen oder deshalb, weil man das Kind schon länger nicht gespürt hat.Oft werden auch im Rahmen der Vorsorge Auffälligkeiten oder Fehlbildungen festgestellt, die dann weitere Untersuchungen nach sich ziehen. Das wiederum ist häufig verbunden mit Wartezeiten auf ein Ergebnis - eine nervenzehrende Zeit. Egal, was einem passiert - es ist immer ein Schock. Man fühlt sich wie im falschen Film, kann es einfach nicht begreifen, dass es wirklich passiert. Dass wirklich was mit dem Baby nicht stimmen soll oder es gar schon unbemerkt im Bauch gestorben ist. Aufgrund des Schocks ist es sehr wichtig, sich erst einmal zu sammeln und alles zu realisieren. Am Besten man geht erst einmal nach Hause. Dort kann man ohne Zeitdruck überlegen, was nun als nächstes zu tun oder zu veranlassen ist. Es eilt nichts! (Außer medizinische Gründe sprechen dagegen, etwa gesundheitliche Gefahr für die Mutter, was aber eher selten ist!) Wenn das Baby schon gestorben ist, sollte man sich über die Geburt Gedanken machen. Bei einem frühen Verlust ist zu klären, ob eine Ausschabung wirklich notwendig ist oder ob eine natürliche Fehlgeburt abgewartet werden kann. Bei Kindern, die älter sind als 14. Schwangerschaftswoche werden normalerweise medikamentös Wehen ausgelöst und so eine natürliche Geburt eingeleitet! Hierzu ist zu überlegen, was man alles an Erinnerungsstücken sammeln möchte, was einzupacken ist (siehe Erinnerungsstücke!). Eventuell kann noch Kleidung für das Baby besorgt werden oder kleine Sargbeigaben, ein Armkettchen, eine Gedenkkerze oder ähnliches. Hat man sich dann innerlich von seinem Kind verabschiedet, kann man den schweren Gang in die Klinik antreten. Vielleicht lohnt es sich auch darüber nachzudenken, gemeinsam mit einer Hebamme zu Hause in friedlicher Atmosphäre die Geburt einzuleiten. Wenn das Kind noch lebt, aber sehr schwer krank ist, sind die Eltern meist vor die schwerste Entscheidung ihres Lebens gestellt. In dieser Situation ist es ganz besonders wichtig, sich ausreichend Zeit zu nehmen. Es ist ganz wichtig, sich alle medizinischen Fakten zu besorgen und vom Arzt genau erklären zu lassen. Daneben ist es hilfreich, nach Kontakten zu Eltern zu suchen, die Ähnliches erlebt haben. Zwar ist es zweifellos eine sehr schwere Zeit, mit dem kranken Kind im Bauch herumzulaufen - aber das Wichtigste ist, nichts überstürzt zu veranlassen. Oft sehen Dinge schon etwas anders aus, wenn ein wenig Zeit vergangen ist und man sich damit auseinandergesetzt hat. Und egal, welche Entscheidung man trifft: man muss den Rest seines Lebens damit klarkommen. Es ist eine Entscheidung, die einen für immer begleitet. Da sollte man sich ausreichend Bedenkzeit einräumen und sich nicht von äußeren Umständen unter Druck setzen lassen (Ärzte, Umfeld, etc.). Im Forum "Krankes Baby austragen" gibt es eine umfassende Sammlung zu verschiedenen Erkrankungen und Erfahrungsberichte dazu. (www.krankes-baby-austragen.de) - außerdem gibt es ein privates Hilfaangebot von einer Sternenmama, die persönlich und natürlich kostenlos berät: www.erste-hilfe-koefferchen.de |
Selbstverständlich stehe auch ich nach einer pränatalen Diagnose für Fragen zur Verfügung! emilysmama(at)himmel-der-sternenkinder.de |
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